Unsere Camper-Biografie

Vom Sanobub Tiefkühl-Bulli über den 65er VW-Bus und den 60er Feuerwehr-Kasten-Bulli zum Westfalia James Cook.

Mitte der 1960er Jahre

Die 60er Jahre – wie alles begann

Zum allerersten Mal habe ich als I-Dötzchen Mitte der 60er-Jahre vorn im T1-„Sanobub Eiskrem“-Transporter meines Vaters gesessen, der beruflich tagtäglich damit unterwegs war. Links: Leider gibt es vom Sanobub Tiefkühl-Bulli keine Fotos mehr – so hat er aber ausgesehen. Rechts: Zeitgenössische Werbung Mitte der 50er Jahre.

Der Sanobub-Eiskrem-T1 – das Fahrzeug, mit dem die Camper-Geschichte in den 1960er Jahren begann.
Sanobub-Eiskrem-Werbung aus der Zeit der frühen T1-Erinnerungen.
1986 – 1988

Der 65er VW-Bus Die Schrauber-Lehre

Spontan und völlig unerfahren einen klassischen 65er VW-Kombi gekauft – flux eine gebrauchte 72er Westfalia-Innenausstattung gekauft und eingebaut: Küchenblock und Schlafbank.

Auf der ersten Tour in die Schweiz streikte erst der Anlasser, kurz vor Basel flog uns dann der Motor um die Ohren. Per Anhalter zurück, Austauschmotor besorgt und zwei Wochen später in der Schweiz selbst implantiert!

Es folgten später vier intensive Urlaubswochen an Frankreichs Atlantikküste und im Mittelmeerraum – Camargue und Provence. Überschattet wurde die Reise von der Tschernobyl-Wolke, weshalb mühsam gesammelte Kräuter wie Thymian und Rosmarin entsorgt werden mussten.

Mit dem 65er VW-Bus unterwegs in der Camargue.
Fahrt im 65er VW-Bus auf einer frühen Frankreich-Reise.
Kräuter und Vorräte im selbst ausgebauten 65er VW-Bus.
1989 – 1996

Der 60er VW Feuerwehr-Bulli Ausbau auf zwei Ebenen

Nach nur zwei Jahren beendete der TÜV unsere Liaison mit dem 65er T1-Bulli. Einmal Bulli-infiziert suchten wir aber alsbald nach einem rüstigeren Oldie-Bus mit getrennter Mittelscheibe. Im Umkreis von 150 km riefen wir auf gut Glück alle Freiwilligen Feuerwehren an – und ganz in der Nähe klappte es tatsächlich: Ein T1-Kasten-Bulli von 1960 mit nur 5.329 km auf der Uhr stand zum Verkauf. Gekauft!

Es folgte ein Eigenausbau für zwei Erwachsene und ein Kind, später erweitert um einen weiteren Kinderschlafplatz. Eine weitere Herausforderung war das Nähen neuer Stoffbahnen nach Vorlage des originalen Westfalia-Vorzelts von 1960.

Tipp zum Zeltnähen: Hände weg! Es sei denn, die Ehe kann nichts erschüttern …

Reiseziele: Korsika 1991, Dordogne 1992 und Peloponnes 1993–1995. Der Bus ruht seit 30 Jahren noch immer in der Garage und wartet auf seine Wiederbelebung.

Die Feuerwehr-Version des T1 – Ausgangspunkt für den späteren Camper-Ausbau.
Der ehemalige Feuerwehr-Bulli nach dem Camper-Ausbau.
Grundriss des selbst ausgebauten Feuerwehr-Bulli.
Blick aus dem Cockpit des roten VW T1.
Schlafbank und Holzausbau im Feuerwehr-Bulli.
Stauraum und Innenausbau des roten VW T1.
Küchenblock mit Blick nach vorn durch den Bulli.
Schlaf- und Kochbereich im Eigenbau.
Sitzbank und Küchenblock im roten VW T1.
Der Feuerwehr-Bulli mit Vorzelt am Stellplatz.
1996 – 2003

Unser erster James-Cook Westfalia, Baujahr 10/1995 Der Komfort- & Pistentest

Mit größer werdenden Kindern stiegen die Ansprüche an Reisegeschwindigkeit, Wintertauglichkeit und Autarkie. Im Juni 1996 zog der Westfalia James-Cook auf Sprinter-Basis bei uns ein.

Er musste sich sofort im harten Einsatz beweisen: über Schotterpisten und durch Furten Islands sowie auf heißen Wüstenfahrten durch Marokko und Tunesien.

Der erste James Cook bei winterlichen Bedingungen in Island.
Der erste James Cook unterwegs mit Fahrrädern am Heckträger.
Flussdurchquerung mit dem James Cook in Island.
Zwischenhalt an einer Werkstatt in Nordafrika.
Unterwegs mit dem James Cook in Nordafrika.
2004 – 2014

Unser zweiter James-Cook Westfalia, Baujahr 04/2003 Das Optimierungswunder

Da uns das James-Cook Facelift ab 2004 optisch und praktisch nicht überzeugte, kauften wir das 2003er Modell und optimierten es Schritt für Schritt nach unseren Bedürfnissen.

Technische Upgrades

  • Fahrwerk: Höherlegung, verstärkte Querblattfeder vorn und Kuhn-Zusatzluftfederung hinten.
  • Bereifung: Grobstollige BF Goodrich 245/70 R16 auf Mercedes-G-Modell-Atik-Alufelgen.
  • Reichweite & Autarkie: 100-Liter-Dieseltank und Eberspächer-Höhenkit für die Heizung.
  • Komfort: Froli-Lattenrost im Dachbett, Warmwasser-Außendusche und Gas-Außenanschluss.
  • Eigenbauten: Dachträgersystem für ein 5-m-Gatz-Kanu und maßgefertigter Rollerträger für eine 160-kg-Vespa.
  • Elektrik & SAT: Solar-Nachrüstung, Sterling-Lade-Booster und versteckte SAT-Anlage hinter dem Badspiegel.
Der zweite James Cook Westfalia im Alltagseinsatz.
Grundriss, Maße und Schlafvarianten des James Cook Westfalia.