ERST DIE GROBE ROUTE – DANN DIE FLEXIBLE REISE
Wer zum ersten Mal eine mehrwöchige Camper-Tour durch Japan angeht, steht schnell vor der Frage der richtigen Routenplanung. Unser erster Entwurf diente als grobes Orientierungsraster – war aber kein starrer Fahrplan zum Abarbeiten.
DIE KOMPLETTE REISE IN ZWÖLF ETAPPEN
Wir planten die komplette 47-Tage-Reise in Google Maps. Weil eine einzelne Route nur eine begrenzte Zahl an Zwischenzielen aufnehmen konnte, teilten wir die Gesamtstrecke in zwölf Etappen. So bekamen wir ein realistisches Gefühl für Entfernungen, Fahrzeiten und mögliche Tagesetappen.
DIE EIGENE GOOGLE-MY-MAPS-KARTE
Die zwölf Routen waren unser Grundgerüst. In einer eigenen Google My Maps ergänzten wir die Etappen um POIs, Onsens, Scenic Routes und Ausweichziele. So wurde aus der festen Planung eine flexible Auswahl für unterwegs.
Unsere My-Maps-Karte war mehr als eine Sammlung von Pins: Wir hinterlegten Öffnungszeiten, Parkplatzgebühren, Zufahrten und persönliche Hinweise. Nach der Reise ergänzten wir einige POIs mit eigenen Fotos; ohne eigenes Bild zeigt Google automatisch ein verfügbares Bild an.
Die zwölf Routenpläne (Grobplanungs-Instrument)
- Funktion: Die zwölf vorbereiteten Routenpläne zeigen, welche Regionen, Entfernungen und Tagesetappen grundsätzlich miteinander vereinbar sind.
- Einsatz: Sie dienen vor der Abreise als geografisches und zeitliches Grobraster, um verschiedene Routenszenarien zu erstellen und die grundsätzliche Machbarkeit der Reise einzuschätzen.
- Vor Ort: Die Routenpläne waren kein verbindlicher Ablaufplan. Sie gaben Orientierung, ließen aber Raum für Wetter, Empfehlungen und spontane Abstecher.
Google My Maps + Google Maps (Flexible Zielwahl und Navigation)
- Vorbereitete Übersicht: Sehenswürdigkeiten, Stellplätze, Onsens, Supermärkte und Ausweichziele sind übersichtlich als POIs gespeichert.
- Spontane Zielwahl: Je nach aktuellem Standort, Wetter und Tagesform wählen wir aus dieser Übersicht den nächsten passenden POI aus.
- Navigation ab aktuellem Standort: Anschließend öffnen wir das Ziel in Google Maps und lassen uns von dort aus dorthin navigieren.
Der direkte System-Vergleich im Praxistest
Hier siehst du den Unterschied anhand zweier Beispiele: Die obere Karte zeigt einen unserer zwölf vorbereiteten Routenpläne. Die untere Karte veranschaulicht anhand einiger ausgewählter POIs, wie wir unsere Google-My-Maps-Karte für Stellplätze, Onsens, Sehenswürdigkeiten und weitere Ziele nutzten.
1. Die Grobplanung: mögliche Route und Tagesetappen
Grobplanungs-InstrumentDie vorbereitete Route diente als geografisches und zeitliches Grobraster. Sie zeigte, welche Regionen, Entfernungen und Tagesetappen innerhalb der verfügbaren Reisezeit grundsätzlich realistisch waren. Sie war bewusst kein verbindlicher Ablaufplan für die tatsächliche Reise:
2. Unsere interaktive Google-My-Maps-Karte
Interaktive My MapsDie Karte veranschaulicht anhand einiger ausgewählter POIs, wie wir unsere Google-My-Maps-Karte für Stellplätze, Onsens, Sehenswürdigkeiten und weitere Ziele nutzten.
WAS AUS DER STRUKTUR VOR ORT WURDE
Vor Ort im Nissan DUO haben wir genau von dieser vorbereiteten Flexibilität gelebt. Statt Routen starr abzufahren, griffen wir je nach Wetter, Lust und neuen Eindrücken auf die Alternativen in unserer My Maps zurück.
WETTERBEDINGT UMPLANEN
Wenn sich der Fuji hinter Wolken versteckte, wichen wir einfach auf andere Ziele aus: AEON, Daiso oder ein entspannter Onsen-Besuch machten auch aus einem Regentag einen gelungenen Reisetag.
SPONTAN UMDISPONIEREN
Als uns Reisebekanntschaften von den brodelnden Vulkanquellen in Beppu erzählten, bauten wir kurzerhand eine Fährüberfahrt nach Kyūshū ein. Dieser Abstecher war im ursprünglichen Entwurf gar nicht enthalten.
ZEIT LASSEN
Bei regionalen Highlights oder besonders schönen Raststätten blieben wir einfach länger, ohne einen starren Terminplan im Nacken zu haben.
VON DER PLANUNG ZUR TATSÄCHLICHEN REISE
Die vorbereiteten Routenpläne zeigen, was auf dieser Reise grundsätzlich möglich war. Die tatsächlich gefahrene Route mit unseren Übernachtungen, Stopps und spontanen Änderungen findest du in unserem ausführlichen Polarsteps-Bericht.
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